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Krankenhauszimmer mit zwei Betten, Stühlen, großen Fenstern und einem schwarz-weißen Bild an der Wand

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Healing Architecture in der Regelleistung? Warum gute Patientenzimmer kein Luxus sein dürfen

Healing Architecture darf kein Privileg sein: Warum hochwertige Patientenzimmer auch in der Regelleistung selbstverständlich sein sollten.

Artikel-ID: M2026-045
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Healing Architecture darf kein Privileg sein – warum gute Patientenzimmer für alle wichtig sind

Gute Architektur im Krankenhaus beginnt nicht erst beim Wahlleistungszimmer. Sie beginnt dort, wo Menschen medizinisch versorgt werden. 

Bei Schyns Medizintechnik beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit der Frage, wie medizinische Versorgung und hochwertige Gestaltung im Patientenzimmer zusammengebracht werden können. Unser Anspruch ist es, Technik und Architektur nicht als Gegensätze zu betrachten, sondern als Bestandteile eines durchdachten Gesamtkonzepts. 
Dabei steht für uns eine Frage zunehmend im Mittelpunkt: Warum sollte eine hochwertige Aufenthaltsqualität im Krankenhaus vom Versicherungsstatus eines Menschen abhängen? 

Patientenzimmer sind mehr als medizinische Funktionsräume 
Ein Patientenzimmer erfüllt zahlreiche Aufgaben. Es ist Arbeitsplatz für das medizinische Personal, Ort der Untersuchung und Behandlung und gleichzeitig der persönliche Rückzugsraum eines Menschen während seines Krankenhausaufenthalts. 
Gerade deshalb sollte die Gestaltung nicht ausschließlich auf medizinische Funktionalität und wirtschaftliche Anforderungen reduziert werden. 
Licht, Akustik, Materialien, Farben und die Anordnung der Ausstattung beeinflussen, wie ein Raum wahrgenommen wird. Sie prägen die Atmosphäre und entscheiden mit darüber, ob ein Patientenzimmer als angenehm, funktional und vertrauenswürdig empfunden wird. 
Für uns bedeutet Healing Architecture deshalb, den Menschen und seine Bedürfnisse bei der Gestaltung des Patientenzimmers konsequent mitzudenken. 

Die Regelleistung verdient mehr Aufmerksamkeit 
In der Krankenhausplanung wird die Gestaltung von Wahlleistungszimmern häufig besonders intensiv betrachtet. Gleichzeitig stehen die Patientenzimmer der Regelleistung unter erheblichem wirtschaftlichem und organisatorischem Druck. 
Dabei verbringen gerade hier zahlreiche Menschen ihren Krankenhausaufenthalt. 
Aus unserer Sicht darf eine durchdachte und hochwertige Gestaltung deshalb nicht ausschließlich als zusätzliche Komfortleistung verstanden werden. Die grundlegenden Bedürfnisse der Patienten bleiben unabhängig davon bestehen, ob sie gesetzlich oder privat versichert sind. 
Natürlich unterscheiden sich Wahl- und Regelleistung hinsichtlich Ausstattung, Komfort und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Daraus sollte jedoch nicht folgen, dass die Gestaltung der Regelleistung grundsätzlich auf das Notwendigste reduziert wird. 
Vielmehr braucht es Lösungen, die medizinische Anforderungen, Wirtschaftlichkeit und Aufenthaltsqualität sinnvoll miteinander verbinden. 

Gute Gestaltung ist keine Frage des Luxus 
Healing Architecture muss nicht zwangsläufig mit umfangreichen Investitionen verbunden sein. 
Bereits die bewusste Auswahl von Materialien, eine abgestimmte Farbgestaltung, eine angenehme Beleuchtung und eine klare Formensprache können dazu beitragen, Patientenzimmer aufzuwerten. 
Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel der einzelnen Elemente. 
Ein Raum wird nicht automatisch besser, wenn möglichst viele Ausstattungsmerkmale integriert werden. Vielmehr kommt es darauf an, die richtigen Entscheidungen zu treffen und Gestaltung, Funktion und Nutzung aufeinander abzustimmen. 
Gerade in der Regelleistung braucht es deshalb Konzepte, die sich wirtschaftlich umsetzen lassen und gleichzeitig eine hohe gestalterische Qualität ermöglichen. 
Für uns bedeutet das: Nicht möglichst viel Technik und Ausstattung, sondern die richtige Lösung für den jeweiligen Raum. 

Medizinische Versorgung und Gestaltung müssen zusammen gedacht werden 
Ein wesentlicher Bestandteil des Patientenzimmers ist die Medizinische Versorgungseinheit. 
Sie muss zuverlässig funktionieren, den Anforderungen des medizinischen Personals gerecht werden und eine sichere Versorgung ermöglichen. Gleichzeitig prägt sie durch ihre Größe, Position und Gestaltung das Erscheinungsbild des Raumes. 
Deshalb sollte sie nicht erst nachträglich als technische Komponente betrachtet werden. 
Wir sind überzeugt, dass Medizinische Versorgungseinheiten von Beginn an in das architektonische Gesamtkonzept integriert werden müssen. Funktionalität und Gestaltung dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden. 
Eine klare Formensprache, hochwertige Materialien und eine harmonische Integration können dazu beitragen, dass sich medizinische Technik selbstverständlich in das Patientenzimmer einfügt. 
Dabei bleiben die medizinischen und technischen Anforderungen selbstverständlich die Grundlage jeder Planung. 

Zukunftsfähige Patientenzimmer brauchen flexible Lösungen 
Die Anforderungen an die Gesundheitsversorgung verändern sich kontinuierlich. Neue medizinische Prozesse, digitale Anwendungen und veränderte Abläufe stellen auch neue Anforderungen an die Ausstattung von Patientenzimmern. 
Medizinische Versorgungseinheiten müssen deshalb nicht nur den heutigen Anforderungen entsprechen. Sie sollten auch auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet sein. 
Dazu gehören langlebige Konstruktionen, flexible Erweiterungsmöglichkeiten und eine durchdachte Integration von Licht- und Kommunikationstechnik. 
Gerade in der Regelleistung ist es wichtig, solche Lösungen wirtschaftlich und in geeigneten Stückzahlen realisieren zu können. 
Unser Anspruch ist es, medizinische Funktionalität, architektonische Qualität und langfristige Nutzbarkeit miteinander zu verbinden. 

Healing Architecture beginnt mit der richtigen Haltung 
Für uns ist Healing Architecture kein einzelnes Produkt und keine Frage einer bestimmten Ausstattungskategorie. 
Sie beginnt mit der grundsätzlichen Entscheidung, das Patientenzimmer als Lebens- und Versorgungsraum zu verstehen. 
Ein Raum, der medizinische Anforderungen erfüllt, gleichzeitig aber auch Orientierung, Ruhe und eine angenehme Atmosphäre vermittelt. 
Dabei geht es nicht darum, jedes Patientenzimmer identisch zu gestalten oder die Unterschiede zwischen Wahl- und Regelleistung aufzuheben. Es geht darum, auch unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine angemessene Aufenthaltsqualität zu ermöglichen. 

Unser Standpunkt bei Schyns Medizintechnik ist klar: Gute Patientenzimmer dürfen kein Privileg sein. 
Wir möchten dazu beitragen, dass medizinische Versorgung und hochwertige Gestaltung im Krankenhaus selbstverständlich zusammengehören. 

Ein Blick aus der Innenarchitektur: Interview mit Sylvia Leydecker 
Wie lässt sich dieser Anspruch in der Praxis umsetzen? Welche Möglichkeiten bestehen bei Neubauten und im Bestand? Und welche Rolle spielen Licht, Akustik, Materialien und Medizinische Versorgungseinheiten für die Aufenthaltsqualität in der Regelleistung? 
Diesen Fragen widmen wir uns im zweiten Teil unserer Interviewreihe mit Sylvia Leydecker, Diplom-Ingenieurin und Innenarchitektin sowie Inhaberin des Studios 100% interior. 
Sie gibt Einblicke in ihre langjährige Erfahrung im Gesundheitswesen und erläutert, welche gestalterischen Möglichkeiten sie für die Regelleistung sieht und welche Anforderungen sich daraus für die zukünftige Krankenhausplanung ergeben. 

Im zweiten Teil: Healing Architecture in der Regelleistung – ein Interview mit Sylvia Leydecker. 

Urheberrechte

Projekt: Berlin Alexianer 
Fotografin: Jennifer Schröder

Projekt: Stuttgart Robert Bosch City Krankenhaus
Fotograf:  Dietmar Strauß Bildermacher 

Projekt: Eisenberg Waldklinik
Fotograf:  Henrik Schipper PHOTOGRAPHY 

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